Mitteilungsblatt Dezember 2016

In der Nacht

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Manchmal wache ich auf, mitten in der Nacht. Es ist still, sehr still, nie dunkel. Es wird nicht mehr dunkel in unseren Städten. Auf dem Land vielleicht, in fernen Tälern, auf Bergen, da verschlingt das Dunkel alle Gestalt. In der Stadt ist immer Licht. Ich liege wach und weiß: Ich werde nicht mehr einschlafen. So stehe ich auf, braue Tee und lese und bete. Dann schlafe ich wieder. Verdrossen stehe ich auf, froh lege ich mich nieder.… weiter

Nachlese Frauengebet 18.11.2016

gottes-namen
Heilig sei dein Name!
Nie hast du unseren Lippen das Ohr genähert;
nie hast du an unser Ohr die Lippen gelegt;
du bist das Schweigen,
das harte undurchdringliche
Schweigen ohne Gestalt.
Wir horchen, trinken das Schweigen
aus den eigenen Händen
und nichts vereint uns
– wir wissen nicht einmal,
ob du einen Namen hast.
(Eugénio de Andrade)
Nächstes Frauengebet am Freitag, den 2. Dezember 2016
10.30 Uhr in der Kapelle des Alten Pfarrhofs
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Mitteilungsblatt November 2016

Wir finden immer

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Wenn von Dingen des Glaubens die Rede ist, kommen immer wieder die Sehnsucht und das Suchen ins Spiel. Sehnsucht nach Gott, Sehnsucht nach erfülltem Leben, Suchen nach Sinn, nach Liebe – die Sehnsucht treibt voran, von einem zum anderen, eine nie endende Suche. Nie wird die Sehnsucht gestillt. Nie kommt die Suche an ein Ende. Der Suchende kommt nie an. Vom eigenen Ungenügen ausgefüllt wirken die Suchenden wie jene unscheinbaren Ballbesucherinnen, die nie zum Tanz aufgefordert werden, die nie Beachtung und Bewunderung finden, die sich mit einem Leben am Rand schon längst abgefunden haben und doch eine stille Glut in sich bergen, eine verborgene Sehnsucht, dass es einmal noch anders komme.… weiter